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Jessy und James sind schon seit dem Kindergarten die besten Freunde und waren bis jetzt auch immer in der selben Klasse. Es passierte mitten in der 9. Klasse, als Jessy 1 ½ Wochen nicht in die Schule kam und James nichts von ihr hörte. Er wurde immer unruhiger und ging dann schließlich zu ihr nach Hause, um zu fragen wie es ihr geht und was los sei.

Vor ihrer Haustür zögerte er noch kurz bevor er dann schließlich schellte. Jessy öffnete die Tür und sah ihn verdutzt an. Sie sah irgendwie anders aus. Sie hatte auf einmal 1 blaues Auge, eine verbundene Hand und eine geschwollene Backe. „Was ist passiert? Wer hat dir das angetan?“, fragte James auf dem Weg zu ihrem Zimmer. „Ach das ist nichts. Ich bin nur gestolpert“, antwortete Jessy gleichgültig.

„Nein das kann nicht sein...Wer war es? Dein Vater? Deine Mutter oder wer?“, fragte James eindringlich. Doch Jessy antwortete nicht gleich. Sie schaute sich erschrocken um. Sie überlegte, schaute dann nach ob jemand lauschte und sagte es ihm. „Es war mein Vater!“ Doch James wollte ihr nicht glauben und sah sie entsetzt an. Es dauerte eine weile bis er es verarbeitet hatte und ihr glaubte.

Plötzlich flog die Tür auf und Jessys Vater kam wütend herein. „Du dreckige Hure! Ich habe dir doch schon tausendmal gesagt, dass ich keinen Besuch in diesem Haus dulde. Kannst du mir nicht einmal gehorchen? Wann geht das endlich in dein dummes Hirn rein? Wie lange soll das noch so weitergehen? Wieso ist das Badezimmer immer noch nicht fertig geputzt? Und das Essen steht auch noch nicht auf dem Tisch!!! Was soll ich denn mit dir anfangen, wenn du deine Arbeit nicht verrichtest?“, schrie er und schlug sie. Als er wieder zum Schlag ausholte ging James dazwischen. „So können sie doch nicht mit Jessy umgehen!“, sagte er. „Ach kann ich nicht? Wie soll ich denn ansonsten mit einer Dreckshure umgehen? Soll ich ihr vielleicht die Füße küssen? Schau sie dir doch einmal an? Wie sie rumläuft, wie sie spricht und was sie macht!! Sie kann ja nicht einmal die einfachsten Dinge erledigen!“, brüllte er. „Hau ab! Lass dich hier nie wieder blicken und lass mich und meine Familie in Ruhe. Wenn ich dich hier noch einmal sehe setzt es was hinter die Ohren!!!!“, schrie Jessys Vater und ging langsam mit erhobener Hand in Richtung James.

James bewegte sich erst nicht. Doch dann setzte er sich in Bewegung. Hechtete zu Jessy packte sie am Arm und zog sie dicht gefolgt von ihrem Vater aus dem Haus und rannte, sie immer noch festhaltend, um sein Leben. Sie rannten zu ihm nach Hause, wo seine Eltern auf ihn warteten.

Als sie Jessy sahen und sahen wie sie aussah nahm Frau Peters sie erst einmal in den Arm und machte ihr ein heißes Bad. Jessy zitterte die ganze Zeit und weinte leise. Während sie in der Badewanne war, erzählte James seinen Eltern alles und fragte auch , ob Jessy bei ihnen einziehen könnte, wenn sie zum Jugendamt gehen würde.

Kurz darauf kam Jessy aus dem Bad und bedankte sich herzlich bei den Peters. Sie sah krank aus. Als ob sie seit Wochen nichts mehr gegessen hätte und kaum geschlafen hätte. „Bist du müde? Möchtest du schlafen? Oder erst eine Kleinigkeit essen?“, fragte Frau Peters freundlich. Jessy sah sie erstaunt an. Als ob es seltsam wäre, wenn man sie frage ob sie etwas essen wolle. Schließlich bat sie etwas essen zu dürfen. Nachdem sie eine halbe Scheibe Brot gegessen hatte, war sie schon pappsatt. Jetzt verschwand Frau Peters mit ihr im Gästezimmer. Kurz darauf kam sie wieder. Man sah das entsetzen richtig in ihrem Gesicht. Als Jessy dann 15 Stunden später herunterkam, sah sie wieder einigermaßen lebendig aus.

Jetzt mussten sie nur noch klären, was sie nun machen sollen. Aber eins war klar nach Hause konnte Jessy nicht mehr. „Wie lange geht das nun schon so?“, fragte Frau Peters Jessy. „Na ja seitdem mein Vater wieder aus dem Krankenhaus zurück ist, also so seit ca. 1 ½ Wochen glaub ich“, überlegte Jessy.

Am nächsten Morgen rief Herr Peters beim Jugendamt an, um einen Termin für Jessy auszumachen. Sie hatten am vorigen Abend beschlossen, dass Jessy zum Jugendamt gehen sollte und dann klären sollte, ob sie bei den Peters bleiben könne. Herr Peters machte für Donnerstag einen Termin aus, also musste Jessy nur noch 3 Tage warten.

Am Donnerstag morgen wachte Jessy schreiend auf. Sie hatte wieder diesen Albtraum gehabt, den sie seit Tagen hatte. „Ist dein Vater wieder auf dich los?“, fragte James besorgt. Jessy nickte. Sie zitterte am ganzen Körper. Sie sah einfach schrecklich aus.

Als sie am Jugendamt ankamen wurden sie sofort in Herrn Millers Arbeitszimmer gebracht.

„Also Jessy erzähl mir bitte alles ganz genau...also was dein Vater dir angetan hat. Ich weiß das wird schlimm für dich sein, aber du musst es mir erzählen“, bat Herr Miller Jessy. Jessy nickte tapfer und begann zu erzählen. Nach einer Stunde war sie dann endlich fertig. Herr Miller überlegte kurz. Jessy und James verabschiedeten sich, denn sie sollten am kommenden Montag noch mal vorbeischauen, da Herr Müller erst einmal überlegen wollte.

Als sie durch die Stadt nach Hause gingen, sahen sie auf einmal Jessys Vater. Jessy fing an zu zittern und blieb vor schock stehen. Ihr Vater kam direkt auf sie zu gelaufen. Jessy fing an zu schreien und rannte weg. Dicht gefolgt von James und Jessys Vater. James hatte Jessy noch nie so rennen sehen. Sie rannte um ihr Leben. Sie musste eine tierische Angst vor ihrem Vater haben.

James kletterte schnell auf einen Baum und rief mit seinem Handy seinen Vater an. 10 min später war Herr Peters da. „Was ist passiert. Wo ist Jessy?“, fragte er schnaufend. „Sie ist vor ihrem Vater geflüchtet. Komm wir suchen sie. Sie sind da lang gerannt“, erzählte James. Und schon machten sie sich auf die Suche. Sie brauchten keine 5 min. Auf einmal hörten sie jemanden wimmern. Es war Jessy. Sie lag auf dem Boden und ihr Vater schlug auf sie ein. „Du dreckige Hure. Mir abzuhauen. Ich werde dich lehren. Mach das nie wieder und diesen Jungen wirst du nie wiedersehen. Die Kleider werde ich dir vom Leibe reisen und dich wieder mit der Peitsche schlagen, bis du gefügig wirst!!!!!“, brüllte Jessys Vater. Herr Peters rannte hin und stieß ihn von Jessy weg. „Wie können sie ihr Kind so misshandeln? Sind sie übergeschnappt. Sie bekommen ihre Tochter nie wieder!!! Das verspreche ich ihnen“, schrie Herr Peters wütend. James hatte seinen Vater noch nie so wütend gesehen. Jessy lag immer noch zitternd und schluchzend auf dem Boden. James rannte zu ihr um ihr auf zu helfen.

Kurz darauf gingen Jessy, James und Herr Peters nach Hause. Frau Peters versorgte Jessys wunden und gab ihr einen Beruhigungsmittel. Danach brachte sie Jessy ins Bett und blieb noch bei ihr, bis sie eingeschlafen war. Dann ging sie leise hinunter. Jessy wachte in dieser Nacht 5 mal schreiend auf. Es war grauenhaft. Ihr Vater muss sie schon monatelang misshandelt haben. Sie zuckt jetzt jedes Mal zusammen wenn man sie anfasst und zittert fast die ganze Zeit. Wenn man sie ansieht, sieht man nur noch entsetzen in ihren Augen. Sie sieht wie eine verschreckte Katze aus.

Als sie am Montag wieder zum Jugendamt gingen, wartete Herr Miller schon auf sie. Er begrüßte die zwei freundlich und als er Jessy die Hand geben wollte, zuckte sie zusammen und wich zurück. „Was ist mit ihr passiert?“, fragte Herr Miller James leise. „Am Donnerstag hat Jessys Vater uns auf dem Nachhauseweg getroffen. Er hat sie geschlagen und rumgeschrieen. Ich glaube auch, dass er Jessy früher missbraucht hat und sie es uns nur nicht erzählt hat, weil sie sich dafür schämt“, bemerkt James leise. Geschockt sah ihn Herr Miller an.

2 Stunden später saß Herr Miller bei Jessy zu Hause in der Küche und wartete, dass Jessy mit dem packen fertig wurde. Ihr Vater saß Herrn Miller schweigend gegenüber. Auf einmal stand Jessys Vater auf und wollte das Zimmer verlassen. „Wo wollen sie hin? So lange Jessy oben ist bleiben sie hier bei mir“, sagte Herr Miller kalt.

30 min später kam Jessy mit 3 gepackten Taschen herunter und verschwand erneut nach oben. Kurz darauf kam sie mit ihren restlichen Sachen herunter. Herr Miller und sie verließen sofort das Haus und fuhren zu den Peters.

Herr Miller unterhielt sich mit James Eltern. Jessy und James verschwanden mit Jessys Gepäck oben in ihrem neuen Zimmer. James ging wieder hinunter und setzte sich zu seinen Eltern und Herrn Miller an den Esstisch. Nach etwa 2 Stunden kam Jessy die Treppe hinunter.

Sie schlich und ging mit gesenkten Kopf. Als sie zum Tisch kam, hob sie ihren Kopf etwas. Sie sah schrecklich aus. Frau Peters kam erschreckt an und fühlte Jessys Stirn. „Kind du glühst ja. Komm geh ins Bett. Ich bring dir gleich eine heiße Tasse Tee hoch“, sagte Renate besorgt. Als sie dann hoch kam, schlief Jessy schon tief und fest. Mitten in der Nacht fing Jessy wieder an zu schreien. Es war furchtbar mit an zuhören. Ich frage mich wie man einem Kind so etwas antun kann. Wie kann man bloß so herzlos sein, dass ein Kind solche Angst hat?

.......................2 Monate später......................

Mittlerweile geht es Jessy schon viel besser. In 3 Tagen ist Weihnachten und alle in der Familie sind in Weihnachtsstimmung.

„Oh man übermorgen kriegen wir Ferien und schreiben morgen noch eine Mathevergleichsarbeit. Das ist echt mies“, seufzte Jessy. „Tausendmal besser als Deutsch oder Englisch finde ich. Mathe kann ich wenigstens und außerdem wir hocken nebeneinander ich kann dir doch helfen“, tröstete sie James.

Am nächsten Morgen wachte Jessy nicht schreiend auf. Sie hatte diesmal keinen Albtraum gehabt. Glücklich geht sie ins Bad und wäscht sich. 10 min später saß sie mit den anderen am Esstisch und frühstückte vergnügt.

In der Schule warteten Natalie, Rebekka und Nikolai schon auf sie. „Jessy geht es dir gut? Wir schreiben heute Mathe. Wieso bist du so fröhlich oder kannst du es?“, fragte Rebekka entgeistert. „Nein wieso sollte ich auch? Mir geht’s einfach mal gut“, antwortete diese fröhlich und ging in Richtung des Klassenzimmers davon. „Seit ihr zusammen?“, fragte Nikolai James leise. Dieser schüttelte nur traurig den Kopf.

Nach der Arbeit war Jessy immer noch guter Laune. „Die war so einfach. Ich konnte alles. Bin sogar fertig geworden“, sagte Jessy zur Erstaunung aller anderen. „Was guckt ihr so? Ihr schaut ja so als ob ein Weltwunder passiert wäre“, sagte sie lachend, während sie den Raum verließ.

Nach der Schule gingen Jessy und James sofort nach Hause. Kurz bevor sie in ihre Straße einbogen, blieb Jessy plötzlich erstarrt stehen. James folgte ihrem Blick und war entsetzt. Keine 10 m von ihnen entfernt, sah er Jessys Vater, der eilig auf sie zukam. Die zwei waren so geschockt, dass sie sich im ersten Moment nicht vom Fleck rührten. Dann packte James Jessy an der Hand und zog sie hinter sich her.

Sie rannten und rannten. Doch Jessys Vater verfolgte sie weiterhin. Plötzlich stolperte Jessy und viel hin. Schnell half James ihr aufzustehen und sie rannten weiter. Schlagartig wurde James klar, dass sie falsch gelaufen waren. Er hätte eine Straße später abbiegen müssen, doch da war ja Jessys Vater gewesen.

„Scheiße das ist eine Sackgasse...Wir müssen durch einen Garten...Ansonsten sitzen wir in der Falle. Komm schnell hier lang“, schnaufte James und zerrte Jessy hinter sich her. Mittlerweile war Jessys Vater keine 5 m mehr entfernt. >>Er holt immer schneller auf<< ,denkt James und zieht Jessy weiter, die vor Erschöpfung nicht mehr kann.

>>Gleich hat er uns. Gleich hat er uns. Was soll ich bloß tun? Ich kann sie ihm unmöglich überlassen.<< Plötzlich fängt Jessy an zu schreien. Ihr Vater hatte sie an der Hand gepackt. Sie schrie immer lauter und lauter. Die Fenster des Nachbarhauses gingen auf. Jemand brüllte etwas, doch verstehen konnte ich nichts. Plötzlich höre ich Sirenen. >>Die Polizei kommt.<< Jessys Vater hat sie endlich losgelassen, doch sie schreit immer noch aus Leibeskräften. Eine Polizistin kommt zu uns und versucht Jessy zu beruhigen. Doch es hilft nichts. Ich nehme sie in meine Arme und versuche sie zu beruhigen. Nach gut 10 min hatte sie aufgehört zu schreien und schluchzte nur noch. Die Polizei nahm uns mit aufs Revier. Dort sollte Jessy eine Aussage machen, doch sie brachte kein Wort heraus.

Am nächstem Morgen fuhr uns mein Vater aufs Revier, damit Jessy ihre Aussage machen konnte. Als wir dort ankamen, sah Jessy ihren Vater. Sie fing wieder an zu zittern. Schnell brachten die Beamten uns in ein benachbartes Zimmer. Doch auch heute brachte sie nichts heraus. Sie wollte einfach nicht aussagen. Doch warum sie es nicht will weiß keiner.

Sie wimmerte nur immer sie müsse zu ihrer Mutter. Ihrer lieben Mutter. Doch bis jetzt hatte keiner Jessys Mutter gefunden.




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