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„Hallo mein Name ist Ran Magadoni. Ich bin vor 2 Tagen hergezogen und werde ab heute in eure Klasse gehen.“ „Ran setzt dich bitte hinten ans Fenster neben Pitt Moers“, sagte die Lehrerin zu mir.

So ich hatte mich vorgestellt. Die erste Stunde hatten wir Französisch. Alle klotzen mich an. Für eine 16-jährige bin ich auch schon sehr groß. Ich bin 1,85 m groß und wiege nur 55 kg. Ich bin ein Halbskelett sagt mein Arzt immer, doch essen tue ich normal wie jeder andere.

Es klingelte zur großen Pause. Ich packe meine Sachen zusammen und verlasse den Klassenraum der 11 a. Ich habe jetzt Geschichte und danach Medienkunde. Ich gehe elegant zu meinem Schrank und lege meine Französisch Sachen hinein. Plötzlich fühle ich mich beobachtet. Ich nehme meine Materialien für Geschichte und Medienkunde heraus, packe sie in meine neue Tasche und schließe den Schrank. Dann drehe ich mich ganz langsam um und gehe in die Cafeteria. Doch auf halbem Weg höre ich jemanden meinen Namen rufen. Ich drehe mich um und sehe Pitt und noch ein paar andere Jungs an der Wand stehen. Ich gehe zu ihnen hin um zu erfahren was Pitt von mir wolle. „Hi. Was gibt’s?“, frage ich Pitt. „Ach ich wollt dir nur mal ein paar Leute vorstellen. Also das ist Sebastian Schüttler aus der 11c, Janosch Meerling 12 b, Simon Klein 10 a und Mike Kudava 12 b“, stellte Pitt vor. „Hm ok und ich bin Ran Magadoni. Weißt du zufällig in welchem Raum jetzt der Geschichtskurs von Frau Patil hat?“, frage ich ihn. „Nein tut mir Leid, aber Sebastian hat jetzt auch Geschichte. Ihr könntet ja zusammen hingehen“, schlug Pitt vor. „Ja klar ich zeig dir gerne den Weg“, meint Sebastian.

Als es klingelte gingen Sebastian und ich zu Geschichte. Auf dem Weg dahin unterhielten wir uns und er fragte mich wieso ich hierher gezogen bin. „Wir sind hierher gezogen, weil mein Vater gestorben ist und hier noch Verwandte von mir wohnen. Kennst du die kleine Kaja Makeba aus der 9 c?“, frage ich ihn. „Ja die kenne ich. Ist sie deine Cousine?“ „Ja leider. Ich kann sie nicht ausstehen. Nun ja meine Mutter liegt hier in Tokio im Krankenhaus“, erzähle ich weiter. Wir erreichten den Klassenraum und hatten leider keine Zeit mehr uns weiterhin zu unterhalten. Ich frage Herrn Rabbriva wo ich mich hinsetzen solle und er schickte mich genau neben Sebastian.

Nach der Schule verlasse ich das Schulgebäude mit all meinen Büchern. Auf einmal taucht Sebastian neben mir auf und fragt, ob ich nicht Lust hätte mit ihm und den anderen noch ein bisschen in die Stadt zu gehen. „Ja klar gerne. Ich müsste nur vorher zu meiner Tante und bescheid geben“, sage ich lächelnd.

Alle erwarten mich. „Und was hat sie gesagt? Kommt sie mit?“, fragte Janosch Sebastian. „Ja aber sie muss erst noch kurz nach Hause. Sie macht im Moment bestimmt einiges durch“, antwortet dieser.

Wir gingen alle kurz zu mir. Ich sagte meiner Tante bescheid, brachte meine Sachen auf mein Zimmer, fragte ob sie was neues von Mutter gehört hätte, zog mich schnell um nahm meine Hängetasche und ein bisschen Geld mit und verschwand wieder nach draußen. Die anderen klotzten mich nur an. „Habt ihr etwa noch nie ein Mädchen gesehen? Kommt lasst uns losziehen“, sage ich freudestrahlend. >>Sie schaut fast so als sei nichts mit ihr. Ich hoffe für sie, dass sie nicht auch noch ihre Mutter verliert<<

Am Abend kam ich erst spät heim. Zum Glück war jetzt Wochenende. Sebastian hatte mich nach meiner Telefonnummer gefragt und ich hatte sie ihm gegeben. Ich mag ihn irgendwie. Ich gehe ins Haus und schon erwartet mich meine Tante. „Wo warst du so lange? Wir haben schon 20 Uhr! Fräulein so geht das nicht. Du magst zwar 16 Jahre alt sein, aber trotzdem gibt es auch noch Regeln! Marsch auf dein Zimmer!“, meckert sie mit mir.

Ich gehe hoch. Bin in Gedanken. Plötzlich klingelt mein Handy ich verschwinde schnell in meinem Zimmer und gehe dran. Es war Sebastian. Als er bemerkte, wie niedergeschlagen ich war, fragte er was los sei, Ich erzählte ihm alles. Kurz darauf legte ich auch schon auf. Morgen war Samstag und ich würde mit dem Bus zum Krankenhaus fahren und den ganzen Tag mit meiner Mutter verbringen.

Ich legte mich ins Bett und kurz darauf war ich auch schon eingeschlafen. Ein schöner Traum. Ich träumte von früher. Wo wir noch eine glückliche Familie waren. Mein Vater, meine Mutter und ich.

Am nächstem Morgen wachte ich schon sehr früh auf. Ich ging ins Bad. Stellte mich unter die kalte Dusche und wusch mich gründlich. Zum Frühstück machte ich mir einen Tee und ein kleines Käsebrot. Dann holte ich meine Tasche und mein Handy und verlies das Haus.

Ich lief zur Bushaltestelle und wartete auf den Bus. 30 min später kam ich am Krankenhaus an. Ich ging zum Zimmer meiner Mutter, doch ich fand sie nicht. Ich fragte eine Krankenschwester und diese gab mir zur Auskunft, dass meine Mutter in der OP liege. Mehr könne sie mir leider auch nicht sagen. Ich wartete und wartete auf den Oberarzt, damit mir dieser genaueres sagen konnte.

Ich war schon fast eingenickt, als mich der Oberarzt ansprach. „Fräulein Magadoni?“ „Ja?“

„Kommen sie bitte mit in mein Zimmer“, sagte dieser freundlich. Ich folgte ihm.

Das was er mir erzählte, beunruhigte mich sehr. Meine Mutter hat Krebs. Ich verabschiedete mich und verlies das Krankenhaus.

Auf dem Heimweg wurde ich plötzlich aus meinen Gedanken gerissen. Irgendwer hatte mich gerade gerufen. Ich drehe mich um und sehe Sebastian, Pitt und die anderen die Straße herunterkommen. Ich wartete auf sie. „Samma was ist denn in dich gefahren? Wir ham dich schon 3 mal gerufen“, meint Sebastian lachend. Doch als er mein Gesicht sah, hörte er auf zu lachen. „Was ist denn los? Ist irgendwas passiert?“, fragte er entgeistert. „Ach nein es ist alles gut“, antwortete ich geknickt. Zum Glück belies er es dabei und hackte nicht weiter nach. Sie fragten mich ob ich mit ins Freibad kommen wolle. Ich sagte ja und wir gingen schnell bei mir zu Hause vorbei, damit ich meine Sachen packen konnte. Meine Tante war schon auf. „Kind wie siehst du denn aus? Was ist denn passiert? Ist irgendwas mit deiner Mutter?“, fragte sie. „Nein es ist alles in Ordnung. Du Tantchen ich geh mit den Jungs ins Freibad. Vielleicht lerne ich da noch ein paar nette Mädchens kennen. Ich pack schnell meine Sachen und bin weg“, erzählte ich.

10 min später war ich wieder bei den anderen. Ich hörte mal wieder Musik. Linkin Park. Wir gingen gut 20 min zu Fuß bis wir am Freibad ankamen. Es ist ein schönes Freibad. Es ist mitten in einem riesigem Park. Wir bezahlten den Eintritt und suchten uns ein schönes Plätzchen zum liegen. Ich hatte mich zum Glück daheim schon eingecremt und meinen Bikini drunter gezogen. Ich ging schnell unter die eiskalte Dusche und sprang ins Wasser, wo ich dann auf die anderen wartete.

„Boa die sieht ja ma sau geil aus im Bikini was Sebastian?“, meinte Pitt. Sebastian lief rot an und ging auch schnell unter die kalte Dusche. „Hehe ich glaub da ist jemand verliebt“, meinte Janosch grinsend, „Aber einen schlechten Geschmack hat der Junge ja nicht. Sie ist wirklich zum anbeißen.“

„Na kommt schon rein oder seit ihr vielleicht wasserscheu?“, fragte ich laut. „Wir kommen ja schon“, erwiderten die anderen lachend. Wir schwammen um die Wette, tunkten uns gegenseitig und sprangen vom 3 Meter Turm. Es war alles im allem ein schöner Tag. Ich vergaß sogar für einige Stunden meine Sorgen um meine Mutter.

Um 19 Uhr machten wir uns dann auf den Heimweg. Alle verschwanden bis auf Sebastian. Ich fand es echt nett von ihm, das er mich nach Hause begleitete. Irgendwie hab ich ihn sau gern. Es ist einfach schön und beschützend in seiner Nähe. Wir kamen vorm Haus an und wollten beide nicht gehen. Wir umarmten uns und ich ging ins Haus hinein. Meine Tante empfing mich sogleich. „Das Krankenhaus hat angerufen. Du sollst sofort kommen“, berichtete diese weniger begeistert. Ich machte auf dem Absatz kehrt und verlies eilig das Haus. Ich überrannte fast Sebastian. Der mir verdutzt folgte um zu erfahren, was mit mir los sei. An der Bushaltestelle holte er endlich auf. „Ran was ist denn los?“, fragte dieser. „Das Krankenhaus hat angerufen. Ich soll sofort kommen. Ich war heut morgen schon mal da“, erzählte sie ihm. „Warst du deshalb so traurig? Was ist denn mit deiner Mutter? Darf ich dich begleiten?“, fragte er. „Meiner Mutter....sie hat Krebs. Ja natürlich darfst du mitkommen wenn du willst“, erwidere ich stockend.

Als wir im Krankenhaus ankamen erwartete mich der Oberarzt schon. Ich ging mit ihm auf sein Zimmer. „Also...ihre Frau Mutter hat diese Operation von heute leider nicht überlebt“, berichtete der Arzt mitfühlend. Ich weinte. Ich weiß nicht wie lange. Ich konnte nicht mehr aufhören zu weinen. Ich wollte nur noch weg von hier. Ich stand auf verlies das Zimmer und rannte weinend aus dem Krankenhaus. Wie konnte das bloß passieren. Ich kann es nicht verstehen. Besser gesagt ich will es nicht verstehen. Meine Mutter. Meine liebe Mutter soll mich verlassen haben. Ich schlich mittlerweile nur noch sie Straßen entlang.

Plötzlich bemerke ich, dass ich nicht mehr alleine bin. Neben mir ist ein fremder Typ aufgetaucht. Er redet mich an. Will irgendwas wissen. Doch ich verstehe nichts. Plötzlich kommt seine hand näher. Ich schreie und renne. Renne ins Ungewisse. Ich fühle mich verlassen. Verlassen auf dieser gottlosen Welt. Erst mein Vater, dann meine Mutter, was kommt als nächstes? Wieso kann ich nicht einfach sterben? Ich weine immer noch. Ich gehe ins Haus hinein. Auf mein Zimmer. Ich lege mich in mein Bett und weine.

Am nächsten Morgen stehe ich auf. Ich weiß nicht ob ich geschlafen habe. Ich wasche mich und ziehe mich ganz in schwarz an. Ich mache mir einen schwarzen Tee, doch trinken kann ich ihn nicht. Ich verlasse das Haus und mache mich auf den Weg zum Krankenhaus. Ich laufe. Ich kann jetzt nicht fahren und mit anderen Leuten kontaktieren. Das würde ich einfach nicht schaffen. Ich muss es wissen. Ich muss wissen wieso meine Mutter gestorben ist. Ich muss es einfach wissen. Der Weg kommt mir so endlos lang vor. Ich habe Angst. Ich bin so alleine. Keiner ist mehr da, außer meine grässliche Tante und meine Cousine. Ich sehe das Krankenhaus in naher ferne. Ich gehe schneller werde immer schneller. Schließlich renne ich. Ich erreiche das Krankenhaus. Sehe den Oberarzt und frage ihn ob er Zeit hätte zu reden.

Nachdem er mir alles erklärt hatte, ging es mir kein Stück besser. Ich verabschiedete mich und verließ das Krankenhaus. Ich nahm diesmal den Bus. Setze mich ganz nach hinten.

Zu Hause wurde es auch nicht besser. Ich wurde immer unruhiger. Ich kann doch nicht einfach so still hier sitzen und nichts machen? Ich muss doch die Beerdigung planen. Welchen Sarg wollte meine Mutter wohl? Was weiß ich eigentlich über sie? Okay ich weiß doch einiges, aber was weiß ich über ihre Gefühle? Wann hat sie mir das letzte mal gesagt, dass sie mich liebt? Ich glaube als sie ein Baby war.




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